Ruhetage!

18.02.2018


Ist der Körper matt und müd'
hört frau gern ein solches Lied.
Legt sich dazu aufs Sofa fein,
und schlummert ganz schnell wieder ein...

Hausfrau Hanna





PS. Ob gesund oder krank: Ich wünsche allen den Sonntag, der dem momentanen Befinden am besten entspricht und gut tut :)


Heute ist 'Herzenstag für alle'

14.02.2018


In Schweden heisst der Valentinstag nicht etwa Valentinsdag sondern:
Alla hjärtans dag!
Herzenstag für alle!
Jetzt versteht ihr sicher, warum ich stets sage:
"Svenska är mitt  språk!"




PS. Das beste Geschenk am heutigen Tag: Mein Laptöppchen ist zurück und läuft wieder wie geschmiert.
PPS. Ist äusserlich und innerlich gereinigt und befreit von sämtlichen Viren und Trojanern.
PPPS. ♥♥♥lichen Dank, lieber Computerfachmann!

Im Dialog mit dem Maler (5)

12.02.2018


"Die Umkehr des Motivs gab mir die Freiheit,
mich ganz und gar auf Farbe und Komposition zu konzentrieren."

Georg Baselitz


Skulpturengruppe von Georg Baselitz im Park des Beyelermuseums


Motive, die auf dem Kopf stehen, sind erstmals unvertraut.
Und es braucht seine Zeit für jede aufrecht stehende Person,
die Sehgewohnheiten zu verändern und in eine Beziehung zum Bild zu gehen...




Leider habe ich in der ganzen Ausstellung niemanden entdeckt,
der sich auf den Kopf gestellt hat,
um das Bild 'normal' anschauen zu können... ;)


PS. Nun ist Schluss mit lustig und Baselitz!
PPS. Denn heute muss mein langsam gewordener und überfüllter Laptop zum Fachmann.
PPPS. Wie lange das dauert, weiss ich nicht.
PPPPS. Bis bald!
PPPPPS. Hoffentlich...



Im Dialog mit dem Maler (4)

11.02.2018


"Wenn ich ein Bild mache, entwerfe ich ein neues Ornament. Um aufzuregen, damit im Kopf wieder etwas stattfindet. Um den müden Augen neue Wege zu zeigen."

Georg Baselitz




Das Bild mit der umgekehrt gemalten, vornüber gebeugten Frau,
war mit 'die Ährenleserin' angeschrieben.
Es veranlasste die beiden,
engagiert und und gestenreich zu diskutieren...


Im Dialog mit dem Maler (3)

10.02.2018



"Wenn ich sagen soll, was das nun ist, was ich da zeichne, bin ich unsicher, es jetzt, also nachher, zu sagen, denn wenn ich auf der Leinwand rumkrieche und die Farbe ausdrücke, weiss ich zwar, was ich mache, aber nicht, was es ist, was ich mache."

Georg Baselitz



Diesen umständlichen, verschachtelten Bandwurmsatz des Künstlers musste ich mehrere Male lesen.
Ich tat es auch halblaut, weil ich ihn nicht auf Anhieb verstand.
Dann dachte ich: "Gut, dass der Mann malt. Und nicht schreibt..."







Im Dialog mit dem Maler (2)

09.02.2018



"Bei meinen alten Bildern bin ich unsicher. Ich ahne zwar, dass die gut sind, 
aber die haben nicht mehr so viel mit mir zu tun."





PS. Die frühen Werke mit den rosa- und fleischfarbenen Stängeln und Hälsen gefielen mir persönlich nicht. Ich blieb auf Distanz, machte ein Bild und ging weiter in den nächsten Ausstellungsraum...



Im Dialog mit dem Maler (1)

08.02.2018


Gestern.
Ein nebliger, kalter Tag.
 Ich verbrachte ihn im Beyelermuseum.
An einer Ausstellung zum 80.Geburtstag
eines Künstlers, der Basel in seinem Namen trägt:
 Georg Baselitz.
Ich ging mit ambivalenten Gefühlen hin.
Auch deshalb, weil mich sein arrogant wirkender Spruch
"Frauen malen nicht so gut. Das ist ein Fakt." ärgerte. 
Und dann kam alles etwas anders.
Sein Alterswerk fesselte mich derart,
dass ich vor einigen der riesigen Bildern 
lange sitzen blieb...




Genauso faszinierte es mich,
dass die Besucher und Besucherinnen Teil der Ausstellung wurden...


Im Gegenlicht

07.02.2018


Gestern.
Was für ein schöner Wintertag!
Der Biswind hatte aufgehört, die Sonne leuchtete sanft.
Der hellblaue Himmel war durchzogen von paar weissen Schlieren.
Auf dem Wasser schaukelten die Möwen.
Und auch die Menschen schienen wie in einer Hülle
der Zufriedenheit und Genügsamkeit zu stecken...





Nationalfeiertag der Samen!

06.02.2018



Das Bild ist aus dem Bilderbuch  'Die Kinder von Kautokeino' von Bodil Hagbrink


Mit meinen letzten Erstklässlern
 tauchte ich damals im Unterricht ein in das Leben der 'Samen'
(denen man aus Unkenntnis zu dieser Zeit noch 'Lappen' sagte...).
Die Kinder waren begeistert vom Thema, das uns über mehrere Wochen begleitete.
Sie lernten wie nebenbei auch einige Begriffe auf Samisch:
"Buore Baeivi!"
Komse. Skaller. Rajd. Gabba.
Eine Kollegin, die sehr musikalisch war und Klavier spielte,
 komponierte eine samische Musik.
Und die Kinder tanzten dazu mit stämmigen Samenschritten.
Einige Mütter nähten feine Kopfbedeckungen.
Für die Mädchen die typischen, roten Hauben der Frauen
und für die Buben die sternenförmigen, blauen Männermützen.

Heute ist übrigens der Nationalfeiertag der Samen, der offiziell seit 1992 gefeiert wird.





PS. Ausnahmsweise kopiere ich für einmal einen Kommentar und schalte ihn hier auf. Ich finde, er ergänzt und vertieft den heutigen Beitrag dank des Hintergrunds, den die Kommentatorin, eine in Frankreich lebende und arbeitende Biobäuerin, hat!
Merci beaucoup, chère Madame S., c'est un grand plaisir à lire ça.
Voilà:

"Ich liebe ganze Abläufe und wenn ein Tier geschlachtet wird und das ganze Tier verarbeitet wird, macht mir das eine grosse Freude. In solchen ganzheitlichen Abläufen kommt viel altes Wissen und Achtung vor dem Tier zum Vorschein! ...und nicht zu vergessen das Kunsthandwerk, das hoffentlich noch lange nicht in Vergessenheit gerät!
Ihr Post, geschätzte Hausfrau Hanna war schlicht und ergreifend Supppper!
Herzlichst Madame S."

Wenn etwas schief läuft

05.02.2018


Fehler passieren.
Jeder und jedem. Auch mir.
Kürzlich ist mir einer passiert -
nicht aus böser Absicht, sondern aus Gedankenlosigkeit.
Ich habe mich dann entschuldigt.
Und mir anschliessend Gedanken gemacht,
was für Begriffe wir in unserer Umgangssprache geschaffen haben,
um einen Fehler zu umschreiben:
"Ich habe es vermasselt!"
"Ich habe es verbockt!"
"Ich habe es versemmelt!"
"Ich habe es vergeigt!"
"Ich habe es verkackt!"



PS. Die Liste kann gern ergänzt werden... ;)




Zwischen zwei Haltestellen (105)

04.02.2018


Gestern im Tram vom Land zurück in die Stadt.
An der Haltestelle 'Grün 80' (ein grosser, schöner Park in Stadtnähe, der 1980 eingeweiht und der Bevölkerung übergeben wurde) steigt ein Mann zu.
Er setzt sich. Und stellt sich den Mitfahrenden laut vor:
"Ich heisse L. und habe zwei Schwestern. Ich war in der Grün 80 und habe Haxe gegessen. Das war gut."
Dann schweigt er.
Niemand nimmt den Gesprächsfaden auf und antwortet ihm.
Ich auch nicht.


Zwischen zwei Haltestellen (104)

03.02.2018


Gestern im Tram zum Bahnhof.
Hinter mir beginnt es plötzlich zu tröten. Erst zucke ich leicht zusammen. Dann drehe ich mich unauffällig um. Ich sehe eine Mittvierzigerin, die soeben ein Telefongespräch beginnt:
"Hoi! Los, i ha di vorher nit ghört. I ha s'Münz im Portmonnaie zellt!"
Wahrscheinlich ist diese Einleitung als witzige Entschuldigung gemeint.
Die Frau spricht in lautem Ton weiter. Privates wechselt sich ab mit Krankengeschichten.
Ich kann nicht anders, ich muss zuhören.
Als das Tram auf den Bahnhofsplatz einbiegt, geht eine Frau, die das Gespräch offensichtlich auch mitverfolgt hat, an mir vorbei. Mit leichtem Kopfschütteln und missbilligendem Gesichtsausdruck, wie ich ihn in solchen Situationen auch von mir kenne.
Mit einem leichten Augenzwinkern schaue ich die aussteigende Frau an und lache.
Die Frau kann nicht anders und lacht ebenfalls.
Nonverbale Kommunikation  zwischen zwei Haltestellen...