Sommer im April...

23.04.2018


Frühling ist eine schöne Jahreszeit.
Die vergangenen Tage war es jedoch unüblich heiss:
Hochsommer im April!
(Mich persönlich beschäftigt das -
und ich mache mir Gedanken deswegen).
Andern wiederum behagt der frühe Sommereinfall.
Als ich am Freitagnachmittag etwas ausgepumpt nach Hause kam,
meinte eine Nachbarin in allem Ernst:
"Nächste Woche kommt schon wieder das Schlechtwetter!"




PS. Mit 'Schlechtwetter' war übrigens Regen gemeint.

PPS. Ich verkniff mir eine Antwort und ging weiter...




Was Klänge sagen

20.04.2018


Den schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer (1931 - 2015), der 2011 den Literaturnobelpreis bekam, kannte wohl ausserhalb von Schweden niemand.
Ich kaufte mir damals zwei Gedichtbände.
Las seine Gedichte auf Schwedisch. 
Einige blieben mir ein Rätsel.
Auch in der deutschen Übersetzung.





PS. Auch nach seinem Schlaganfall spielte Tomas Tranströmer Klavier. Mit der linken Hand. 
Klänge, Stimme, Worte und die Sicht aus dem Fenster seiner Wohnung über die Ostsee berühren mich tief. Heimweh...



Allegro

Jag spelar Haydn efter en svart dag
och känner en enkel värme i händerna.

Tangenterna vill. Milda hammare slår.
Klangen är grön, livlig och stilla.

Klangen säger att friheten finns
och att någon inte ger kejsaren skatt.

Jag kör ner händerna i mina haydnfickor
och härmar en som ser lugnt på världen.

Jag hissar haydnflaggan – det betyder:
»Vi ger oss inte. Men vill fred.«

Musiken är ett glashus på sluttningen
där stenarna flyger, stenarna rullar.

Och stenarna rullar tvärs igenom
men varje ruta förblir hel.

Ur ‚Den halvfärdiga himlen‘, Bonniers 1962



Dieser Frühlingshut!

19.04.2018



"Spegel, spegel på väggen där,
säg mig vem som skönast i landet är."


PS. Ohne den leisesten Hauch eines Zweifels: Die Lächelnde mit dem Blumenhut ist die Schönste!

PPS. Und wer den schwedischen Satz errät, bekommt von mir eine 'kram' zugeschickt.

PPPS. Eine grosse ;)







Vor der Linse (10)

17.04.2018



In der Basler Innenstadt, in der Freien Strasse, stehen seit ungefähr zwei Jahren überall Bänke für die Passanten. Diese Sitzmöglichkeiten werden rege benützt.
Wer sich vom Shoppen ausruhen will, setzt sich für ein paar Momente hin. 
Isst ein Sandwich. 
Trinkt etwas. 
Liest in einer Zeitung.
Schreibt eine Nachricht.
Hält inne.
Tankt auf. 
Und geht dann frisch gestärkt weiter. 


PS. Basel ist nicht nur eine Erlebnisstadt, Basel ist auch eine Stadt mit einer sehr fürsorglichen Seite... ;)

Vor der Linse (9)

16.04.2018


Ein riesiges Wohnmobil mit deutschem Nummernschild stand auf der Kleinbasler Seite des Rheins. An der Einstiegstüre hatten die Besitzer Kleber angebracht mit Kamelen oder Dromedaren. Und Flaggen der Länder, die sie bereist hatten.
Ich begann mit der Zuordnung: Welche Flagge gehört zu welchem Land!
Das Schweizerkreuz, das in der Mitte der obersten Reihe prangte, war natürlich auf Anhieb klar.
In Grossbritannien war ich bereits mehrere Male. In Italien und Frankreich auch.
Bei der griechischen Fahne war ich mir ebenfalls sicher.
Dann jedoch war ich mit meinem 'Fahnen-Latein' auch schon am Ende...




PS. Und e i n Land suchte ich vergebens... ;)

Ergänzung zum Blogbeitrag:
Danke, Petra, für deine Länderzuordnungen im Kommentar! 
Ich schalte diese hier auf, weil das erhellend ist und bestimmt nicht nur mir beim Erkennen hilft:

In der 1. Reihe hinter der Schweiz folgen Spanien, Marokko, Ungarn, Slowenien, Italien
2. Reihe: Slowakei, Tschechien, Polen, Ukraine, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Griechenland, Albanien, Liechtenstein
3. Reihe: Österreich, Mauretanien, Senegal, Sambia, Litauen, Lettland, Serbien, Kroatien


Vor der Linse (8)

15.04.2018


Die Frau mit dem blonden Haarknoten
ging auf eine junge Frau zu, die auf den Rheinstufen sass und sprach sie an. 
Dann drückte sie ihr das Smartphone in die Hand
und nahm ihren Platz in der Mitte ein.
Für ein Erinnerungsbild.
Waren es ihre Eltern, die zu Besuch in Basel waren?
Am Rhein geschieht Begegnung.
Und es spielen sich Geschichten ab...




PS. Ich wünsche allen einen schönen SONNtag, an dem auch der eine oder andere kleine Schwatz Platz hat!



Vor der Linse (7)

14.04.2018


In diesem alten, standartmässig ziemlich einfachen Haus 
haben bis vor noch nicht allzu langer Zeit  Menschen gewohnt.
Jetzt wird das Haus abgerissen.
An seiner Stelle wird wohl ein Wohnblock entstehen.




PS. Der mehr Rendite abwirft...






Vor der Linse (6)

13.04.2018


In Schweden gibt es den schönen Spruch:
"Trolla med knäna!"  "Mit den Knien zaubern!"



Der Spruch kam mir gestern in den Sinn,
als ich in der Freien Strasse die Kinder sah,
die jauchzend den Seifenblasen nachsprangen.
Oder still staunten...


PS.
Der Spruch bedeutet sinngemäss:
Das Unmögliche wagen!
Nach den Sternen greifen!
Oder nach Seifenblasen haschen...
.......
.....
...
.



Vor der Linse (5)

12.04.2018



Die Mauern sind unterwegs
sie richten sich anderswo wieder auf


Werner Lutz, 1930 - 2016
Basler Lyriker und Maler



PS. Die Schrift an der Betonwand unter der Wettsteinbrücke wird bald schon wieder verschwunden sein, gereinigt von einem städtischen Strassenarbeiter: Aus den Augen aus dem Sinn!

PPS. Probleme hingegen können nicht so leicht zum Verschwinden gebracht werden...





Vor der Linse (4)

11.04.2018


Unten am steilen Rheinsprung.
Eine Gruppe junger, stylish gekleideter Männer fiel sofort auf...




Was oder wer genau gefilmt und fotografiert wurde,
erschloss sich mir auch beim Näherkommen nicht wirklich...



PS. Die beiden herunterkommenden Fussgängerinnen jedenfalls waren es nicht ;)

Vor der Linse (3)

10.04.2018



Freundinnen sind die Schwestern,
die man sich aussuchen kann.

unbekannt




Es ist schon einige Zeit her, als wir zu zwölft um einen langen Tisch sassen und uns bei einem Nachtessen angeregt unterhielten. Plötzlich stellte einer der Männer in der Runde eine Frage:
"Hättet ihr auch Kontakt mit euren Geschwistern, wenn sie nicht eure Geschwister wären?"
Diese Frage löste etwas aus.
Alle dachten nach.
Und einen Augenblick lang blieb es ganz still...



Vor der Linse (2)

09.04.2018



"Wenn ich darauf warten würde, bis mir nach Schreiben zumute ist, 
würde ich nie schreiben."

Anne Tyler, 1941
US-amerikanische Schriftstellerin




Sie sass auf einer der durchwärmten Treppenstufen am Rheinufer.
Auf ihren Oberschenkeln lag ein Notizbuch.
Sie schrieb. Sie tippte nicht.
Ihr war ganz offensichtlich, so zumindest sah es aus, danach zumute...


Vor der Linse (1)

08.04.2018


Der schwarze Hund sass stoisch,
ohne den geringsten Laut von sich zu geben,
auf dem nackten Asphalt irgendwo in der Basler Altstadt.
Sein Frauchen sass unterdessen wohl im ersten Stock 
und trank Kaffee mit einer Freundin.





Au plaisir!

07.04.2018



Pour vous, Madame Smilla!
Und für Ihre Schafe :)


Frühmorgensatz mit Katz!

06.04.2018


Dieser späte Winter hatte es in sich:
Es hat mich nochmals 'erwischt'!
Ich tat das einzig Richtige in dieser Situation
und blieb einige Tage zuhause in den vier Wänden. 
Dort hustete und schnupfte ich die ganze Zeit,
 und eine bleierne Müdigkeit zog mich nieder.
Ich trank literweise Tee.
Und als die nette Nachbarin mir empfahl 
zu inhalieren, befolgte ich das ebenfalls.
Seit gestern bin ich wieder 'auf dem Weg'.
Und bereit, die Gedanken auszuformulieren
und in lesbare, verständliche Sätze zu bringen...


"Schöne Sätze lasse ich gern bei mir einziehen."

Hausfrau Hanna

Ohne jeden Bleistiftstrich...

02.04.2018


Es gibt Bücher, auf die ich ganz gespannt bin und es fast nicht erwarten kann, sie zu lesen.
So wie kürzlich, als ich das neu erschienene Buch eines Autors kaufte, den ich sehr schätze und mag.
Lese ich ein Buch finde ich stets Sätze, die mir inhaltlich oder sprachlich auffallen und an denen meine Augen hängen bleiben. Ich streiche sie dann an mit einem Bleistift.
Notfalls kann ich sie später ja wieder ausradieren...
Dieses Mal: Nichts!
Das Buch gefiel mir nicht wirklich gut. Zu oft schweifte ich beim Lesen ab und kam nie ganz hinein in die Geschichte.
Am Ende blätterte ich das Buch noch einmal durch, weil ich es nicht glauben konnte:
Ich hatte tatsächlich keine einzige Stelle angestrichen!
Was soll ich jetzt mit dem Buch machen, das ich nicht im Büchergestell einreihen will?



PS. Ich könnte es ja beim nächsten Rheinspaziergang unter die ausgestreckten 'Hände' von Valery Häusler legen.

PPS. Dann findet es eine interessierte, lesefrohe Person, nimmt es mit und liest es zuhause :)

Zu Fuss (7)

30.03.2018


Das Telefon klingelte.
Der Freund hatte einen Wunsch:
In seinem Bekanntenkreis sei eine Frau gestorben,
die ursprünglich aus Schweden stammte.
Nun wolle er den Angehörigen ein schwedisches Gedicht schicken.
Ob ich ihm helfen könne?


Der Waldfriedhof (Skogskyrkogården) in Stockholm 


PS. Ich fand dieses Gedicht. Und irgendwie will es auch zum heutigen Karfreitag passen:

En gång skall du vara en av dem
som levat för längesen.
Jorden skall minnas dig
så som den minns gräset och skogarna,
det multnande lövet.
 som myllan minns
och så som bergen minns vindarna.
Din frid ska vara oändlig så som havet.

Pär Lagerkvist, 1891 - 1974
schwedischer Schriftsteller, Lyriker und Literaturnobelpreisträger 1951



Einmal wirst du einer von ihnen sein,
die vor langer Zeit gelebt haben.
Die Erde wird sich deiner erinnern,
so wie sie sich des Grases und der Wälder erinnert,
des vermoderten Laubes.
So wie der Boden sich erinnert
und so wie die Berge sich der Winde erinnern.
Dein Friede wird unendlich sein wie das Meer.

(übersetzt von Hausfrau Hanna)




Zu Fuss (6)

29.03.2018



Die Kleine tanzt den Ostertango:
Felices Pascuas, olé!

Zu Fuss (5)

28.03.2018



Bleibt im März das Wetter heiter,
wächst die Liebe und so weiter…


Klaus Klages (1938) 
deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreisskalenderverleger






PS. Den Spruch aus dem Internet habe ich aus folgenden drei Gründen ausgesucht:


a) des Nachnamens 'Klages' wegen
b) der beiden Berufsbezeichnungen des Herrn Klages wegen
c) und seines lakonisch und offen formulierten  'und so weiter... ' wegen



PPS. Dieses lässt nämlich viel Raum für eigene Gedanken und Fantasie.
PPPS. Beim Unterwegssein dem Fluss entlang etwa... ;)  



Zu Fuss (4)

27.03.2018


Ist es die Frühjahrsmüdigkeit? 
Der schwedische Spruch trifft haargenau ins Zentrum und bestätigt mir mein momentanes Befinden des 'Weniger ist mehr':


"Bättre lite med ro
än mycket med oro…"

"Lieber wenig mit Ruhe
als viel mit Unruhe..."



Er hat's vorgemacht während der Fasnacht...;)


PS. Die täglichen Schritte draussen müssen jedoch sein!
PPS. Auch wenn es schon mehr waren...





Zu Fuss (3)

26.03.2018



Gestern Sonntag.
Ich bekam zu meinem Geburtstag
richtig feine Glückwünsche. Auch auf Schwedisch!
Die Freude darüber hält immer noch an.
Auch wenn heute wieder ein ganz gewöhnlicher Werktag ist.
Und sich unten in der Waschküche bereits
 eine Trommel Wäsche dreht...
Heja!


Zu Fuss (2)

25.03.2018



Der März ist  d e r  Geburtstagsmonat schlechthin.
(Warum heisst das eigentlich 'schlecht' hin?)
Heute zum Beispiel hat eine freundliche, nette Hausfrau
GEBURTSTAG!
Räusper und hüstel!
Leicht verlegen, dass sie das einfach so ausplaudert,
grüsst sie alle zufällig hier Lesenden... ;)





PS. Die Stunden vergehen so schnell, wenn man es lustig hat :)



Zu Fuss (1)

24.03.2018


Heute nochmals ein Gedanke von Werner Lutz, der mir vielleicht deshalb so gut gefällt, weil man in Schweden immer die Schuhe auszieht, bevor man das Haus oder die Wohnung betritt...



Wer Stille betreten will, zieht besser die Schuhe aus


Werner Lutz, 1930 - 2016
aus 'Bleistiftgespinste, Aufzeichnungen, Waldgut 2006



Helles Licht!

23.03.2018


Früher verwendeten die Leute häufig Bilder in ihrer Alltagssprache. 
Mutter etwa pflegte zu sagen,
(wenn sie nicht überzeugt war von den geistigen Fähigkeiten eines Menschen)
 "Dä isch au käis Chilleliecht!"
Sie brauchte stets die männliche Form...




Manche wissen mehr als andere, in ihren Köpfen
brennt Licht, bei Tag und bei Nacht brennt Licht,
pures Wissen fliesst durch ihre Adern und sie trinken
sogar den Wein mit Verstand


Werner Lutz, 1930 - 2016, Basler Lyriker und Maler
aus 'Bleistiftgespinste', Aufzeichnungen, Waldgut 2006

Zwischen zwei Haltestellen (106)

21.03.2018


Es gibt zwei gelbe Tramlinien, die am Bahnhof halten: Den 10er und den 11er.
Vorgestern steige ich in einen vollbesetzten 11er.
Neben einer Frau hat es noch einen freien Platz, auf den ich mich setze. Als das Tram Richtung Aeschenplatz losfährt, beugt sich diese vor mir durch und sagt: "Jetzt musste ich schnell an der Anzeigetafel schauen, ob ich tatsächlich im 11er bin. Oder ob ich den 10er erwischt habe!"
Und schon sind wir im Gespräch.
Sie erzählt mir, dass ihr Mann sechs Wochen im Spital gewesen sei.
"Das ist eine lange Zeit, die wohl für Sie beide sehr schwierig gewesen ist", sage ich zu ihr.
"Oh nein, ganz im Gegenteil",  meint sie, "ich habe die Zeit für mich allein zuhause sehr genossen!"
Ich lächle leise, gehe jedoch nicht weiter darauf ein.
Auch den feinen Schneefall kommentiert sie munter: "Also mir macht das nichts aus, dass es schneit. So muss ich noch nicht in den Garten!"
Das verstehe ich sehr gut.
Sie kommt nochmals auf ihren Mann zu sprechen und erzählt, dass das Essen im Spital richtig schlecht gewesen sei: "Ich habe meinem Mann jeden Abend ein Schnitzel ("äs Plätzli") vorbei gebracht, damit er etwas Gutes zu essen hatte."
"Wie die liebevolle Mamma in einer italienischen Familie", denke ich für mich, hüte mich jedoch, das zu sagen und nicke bloss anerkennend.
Bevor ich aussteige, wünsche ich meiner netten, gesprächigen Nachbarin noch einen schönen Nachmittag.



Schneetäubchen 

Schneehäubchen und Eistage zum Frühlingsbeginn!

20.03.2018


"Basler müssen besonders bibbern", las ich heute Morgen in der Tageszeitung. Das letzte Mal sei es so kalt gewesen am 18.März 1975.
Das war vor 43 Jahren! 
Ich erinnerte mich, dass ich im Kasten, ganz oben in einem Regal,aus purer Nostalgie eine uralte, knapp handgrosse  Agenda von 1974/75 aufbewahrt hatte. 
Die kleine Agenda kam damals mit nach Rom, und ich schrieb während meines mehrmonatigen Aufenthalts jeden Tag akribisch ein, was ich tat und unternahm. 
Als ich das ockerfarbene Erinnerungsbüchlein durchblätterte, sah ich, dass es genau am 19.März 1975 endete.
Der 18. März 1975 war übrigens ein Dienstag.
An diesem Tag hatte ich nichts eingeschrieben. Wie auch die zwei Tage zuvor nicht.
Am 18. März 1975 war ich nämlich bereits wieder zuhause im engen Tal.
Und das schien mir nicht erwähnenswert gewesen zu sein.
So wenig wie die Eiseskälte, die draussen geherrscht hatte ...








Schneehäubchen und Schnitzeljagd

19.03.2018


Gestern Sonntag.
Die Bäume, Bänke und Parkanlagen am Rhein
sind mit einem Schneehäubchen bedeckt:
Eine verzauberte Welt kurz vor Frühlingsbeginn.
Wir gehen dem Rhein entlang.
Bei Valery Heusslers Eisenplastik mit den riesigen Händen
sehe ich ein paar junge Frauen,
die sich immer wieder tief nach unten beugen,
als ob sie etwas suchen würden:




"Suchen Sie etwa den Namen der Künstlerin?" frage ich,
"der ist etwas versteckt ganz unten beim Sockel." 
"Nein!" tönt es zurück, "wir machen einen Foxtrail!"
Diese Antwort ist für mich so unerwartet,
kommt so spontan und erfrischend natürlich,
dass ich laut lachen muss.
Und dann die Freundinnen frage,
ob sie für ein Bild die Szene nochmals nachstellen würden.
Kein Problem!


Bevor sie die Spur des Fuchses wieder aufnehmen,
wünsche ich ihnen viel Glück und Spass beim Finden der Botschaften.
Und weg sind sie... 



PS. Und für Frau Wildgans: Das ist ein FOXTRAIL!



Letztes Comeback des Winters!

18.03.2018


Gestern.
Wir waren eingeladen an eine Geburtstagsfeier.
Viereinhalb Stunden dauerte die Bahnfahrt bis an den Zielort.
Und viereinhalb Stunden dauerte die Bahnfahrt abends zurück.
Dazwischen ein mehrgängiges Essen mit Zuprosten.
Draussen fiel ununterbrochen Schnee.
Als ich einen Moment lang für mich sein wollte,
ging ich hinaus und legte eine neue Spur
in die weiche, dünne Decke...




Hausfrau Hanna ist bei den Leuten!

16.03.2018


Lange war ich immun.
Wehrte ab, wenn ich die Empfehlungen meines Umfeldes hörte,
das mir (wie einem defizitären Wesen) einen Kauf nahe legte,
 mir detailliert und in allen Farben die Vorzüge eines solchen Gerätes erklärte.
Nein, ich wollte keines!
Nein, ich brauchte keines!
Nein, ich war nicht interessiert!
Nein, ich lebte gut ohne!
Nein, nein und nochmals nein!
Nun habe ich mich weichklopfen und überzeugen lassen:
Ich besitze seit Kurzem ein Smartphone:





PS. Und gehöre endlich dazu... ;)






Ein Reisender zwischen den Ländern

13.03.2018



"Diese Skulptur kenne ich doch!" staunte ich letztes Jahr im Juni,
 als ich beim 'Modernen Museum' in Stockholm
vor der riesigen Figur stand:



Die Erinnerung trog nicht.
2013 stand der in ein bodenlanges Gewand gehüllte 'Weise' 
im Park des Beyelermuseums in Riehen,
war Teil einer Ausstellung des deutschen Künstlers Thomas Schütte: 



Ich sah damals und sehe immer noch
das Gesicht eines gütigen, milden, abgeklärten Weisen:





PS. Vorhin habe ich mich ziemlich verunsichern lassen (und ich frage mich nun ernsthaft, ob ich wohl eine Wahrnehmungsstörung habe) habe ich im Internet über Schüttes Werk doch dies hier gefunden:
"Vater Staat" ist eine grimmige, in sich gekehrte Personifikation von fast vier Metern Höhe.
PPS. Was ein Kritiker schreibt, hat Hand und Fuss. Und stimmt wohl!


Zweimal 'P'!

11.03.2018


Die eine tanzt,
die andere sang sich durch das Leben:
 Pastor und Piaf !
Grossartig beide:



Nachtrag zu gestern!

09.03.2018



Kaum einer
geht behutsam mit sich um
legt seine Hand
auf die andere Hand
gibt die Wärme
und nimmt die Wärme
der einen
mit der anderen Hand


Werner Lutz (1930 - 2016) Basler Lyriker und Maler
aus 'Kussnester' Gedichte, 2009



 'Brot teilen' von Valery Heussler aus einer andern Perspektive


PS. Valery Heusslers 'Hände'-Eisenplastik und Werner Lutz' Worte, die zu einem Gedicht über die Wärme der eigenen Hand werden, berühren mich.

PPS. Und ich denke: Behutsam mit sich umgehen ist nicht immer einfach...




Zum heutigen Tag der Frau!

08.03.2018



"Wir können und müssen bis ins hohe Alter hinein jung und rebellisch bleiben."


Valery Heussler, 1920 - 2007

Bildhauerin, Malerin, Zeichnerin und Grafikerin





Auf meinen Spaziergängen dem Rhein entlang komme ich stets bei einem Kunstwerk vorbei.
Ich sah schon, wie eine Mutter ihren beiden Kindern beim Hochklettern half und diese sich neben die riesigen, ausgestreckten Hände setzten.
Lange wusste ich nicht, wer dieses Werk geschaffen hatte.
Kürzlich erst entdeckte ich, fast etwas verborgen, eine kleine Tafel:
"Brot teilen" stand darauf. Und der Name der Künstlerin:


Diese Frau begann mich plötzlich zu interessieren!

Hier ein paar Daten, die ich im Internet gefunden habe:
Valery Heussler wurde in eine kleinbürgerliche Basler Familie hineingeboren. Sie muss ihr Leben lang eine kämpferische, rebellische Art gehabt haben. Ihre Kunst jedoch war geprägt von der Gleichmacherei und Angepasstheit der modernen Gesellschaft.


PS. Die Skulptur 'Brot teilen' ist übrigens ihr letztes Werk.
PPS. Und steht in der Anlage beim Theodorsgraben.

Erinnerungsstütze für den Einkauf heute!

06.03.2018


Gestern kaufte ich ein.
Ich fand es nicht nötig, eine Einkaufsliste zu schreiben:
Die paar Frischprodukte wie Früchte, Milch und Käse
und die zwei, drei Produkte für den Vorrat im Kasten
konnte ich locker im Gedächtnis behalten.
Erst am Abend vor dem Fernseher fiel mir wieder ein
(dank dieses Werbespots mit unserem Roger Federer)
was ich völlig vergessen hatte:
Zwei Packungen Spaghetti No 5!
Und zwar genau diese:




Hausfrau Hannas Traumfigur!

04.03.2018


Gestern.
Endlos lange Beine.
Um die Hüfte rank und schlank wie eine Gazelle.
Ein Hals wie Audrey Hepburn.
Gestern, ja gestern hatte ich eine Figur wie ein Mannequin... ;)



Und weil das so schön war, gleich noch ein Bild -
mit etwas mehr Bewegung und Schwung...



PS. Die Bilder sind in der interaktiven Ausstellung 'Heimat' im Stapferhaus Lenzburg entstanden.
PPS. Die Ausstellung dauert noch bis am Sonntag, 25.März 2018.



Worte finden...

02.03.2018


Manchmal lese ich etwas, das mich völlig unvorbereitet, wie aus heiterem Himmel, mitten ins Zentrum trifft und hängenbleibt. So wie dieser Gedanke des schwedischen Schriftstellers Olof Lagercrantz:


'Smärtan behöver ord för att övervinnas.
Annars kunde vi inte stå ut med den.'


Olof Lagercrantz, 1911 - 2002
schwedischer Schriftsteller, Publizist und Kritiker



Engelsstatue von Carl Milles im Millesgården/Stockholm



'Der Schmerz braucht Worte, um überwunden zu werden.
Anders könnten wir ihn nicht aushalten.'

(übersetzt von Hausfrau Hanna)








Heute am ersten März!

01.03.2018



1.März.
Frühlingsanfang.
Als ich erwachte, schneite es leise.
Und diese feine weisse Decke,
die sich über alles gelegt hatte,
machte mich 
froh... 




PS. Der Spruch des Künstlers Dieter Roth (geb.1930 in Hannover, gest. 1998 in Basel) steht an einer Hausfassade am Andreasplatz.

PPS. Wie lange er sich schon dort befindet, weiss ich nicht: Ich habe ihn an dieser Fasnacht zum ersten Mal beachtet.

PPPS. Geht der Blick vom Boden weg und wandert in die Höhe, entdeckt man plötzlich Neues und Unerwartetes...

Wenn aus einem Brunnen eine Eisskulptur wird...

28.02.2018


Gestern.
Ein weiterer klirrend kalter Wintertag
hatte aus den Teilen des Tinguelybrunnens
faszinierende Eisskulpturen geschaffen:



Trotz der Kälte standen etliche Leute rund um das Wasserbecken,
knipsten Erinnerungsbilder...



... oder fotografierten:




Mein persönliches Highlight gestern waren jedoch sie ... ;)

Bitte Bassin nicht betreten!



Schweben müsste man können...

27.02.2018


Noch fünfzehn Meter
bis zum Gipfel
Nordwestwand
Überhang

Ein Engel
zaudert
im Flug über dir


Hans Werthmüller, 1912 -2005
aus Basler Texte Nr. 3, Schwabe-Verlag 1970



'Flieger' im Neubau des Kunstmuseums Basel


PS. Ich werde heute Nachmittag noch beim Tinguelybrunnen vorbeigehen und mir bewundernd anschauen, was für zauberhafte Eisskulpturen während der vergangenen Tage und Nächte an den Brunnenteilen gewachsen sind.

PPS. Das gibt dann morgen den letzten Februarblogbeitrag mit zwei, drei Bildern.

PPPS.  Nun wünsche ich allerseits ein gutes Unterwegssein und - trotz der klirrenden Kälte - den einen oder andern schwebendleichten Moment...


Die Modefarbe 2018...

26.02.2018


...ist ganz eindeutig lila und violett!
Hier eine richtig hübsche Sitzgruppe 
vor einem Café nahe des Rheins.




Nur ein paar Meter weiter zwei Freundinnen, 
die eine mit violettem Wintermantel, 
die andere mit lila Kopfbedeckung.
Einträchtig sitzen sie nebeneinander auf der Bank
und begutachten die wohl eben erst erstandenen Hemden für ihre Männer.
Nun dürft ihr raten, was für eine Farbe die Hemden haben.

Natürlich sind beide ...

... in einem zarten Lila ;)


PS. Was leider auf dem etwas zu hellen Bild nicht wirklich gut erkennbar ist.. ;) 




Winterstimmung für Ohren und Augen...

25.02.2018



Gestern Abend
hörte ich eine ganze Weile Musik.
Hauptsächlich aus dem Norden.
Ich hatte den Kopfhörer auf,
weil ich so die Lieder intensiver hörte
und dabei in einen schönen Zustand kam.
Dieses Lied aus Russland etwa,
gesungen von den Basler Jugendchören 'Vokale und Cantat',
gefiel mir derart gut, dass ich es heute,
an diesem eiskalten Sonntag, aufschalte.
Ich wünsche allen ein frohes Zuhören:




PS. Und fürs Auge könnt ihr diese märchenhafte Winterstimmungsbilder anschauen bei:
Flohnmobil
und
Quersatzein!

Fasnachtssplitter (4)

23.02.2018


Ein letzter, ein allerletzter Splitter -
dann ist die Fasnacht 2018 kein Thema mehr!

Laterne einer Clique an der Ausstellung auf dem Münsterplatz



Wahrscheinlich ist die grossartige Neuigkeit nur lokal durchgesickert:
Die Basler Fasnacht 
wurde nämlich im vergangenen Jahr ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen!
Und flugs wurde ein Schleichweglein hinter der Barfüsserkirche
zur Fasnachtsgasse erkoren ... ;)




Fasnachtssplitter (3)

22.02.2018


Gestern ein bissig kalter, letzer Fasnachtstag.
Wir stellten uns hinter die Gitter am Steinenberg,
vor uns das Stadtcasino, im Rücken das Theater und der Tinguelybrunnen.
Als der Fluss des Cortèges zu stocken begann,
konnten wir eine ganze Weile zwei Männern zuschauen, 
die mit einem riesigen Ball spielten...



'Alle Menschen, welche leben,
Alle, wie sie sich auch geben,
Tragen Masken bis zum Grab;
Nur in tollen Faschingstagen,
Wenn sie Narrenmasken tragen,
Da nur fällt die Maske ab.'


Unbekannt
(gefunden im Internet)






PS. Wenn die Maske
(die in Basel 'Larve' heisst)
abfällt...