Froschkönig im Weiher

17.08.2017


Spätsommertage im Garten auf dem Land!
Die Wildäpfelchen, Hagebutten und Pfaffenhütchen röten sich.
Hoch oben am Himmel entdecke ich viele kleine, dunkle Punkte:
Die Mauersegler haben sich zusammengefunden -
bald werden sie sich auf den Weg machen in den Süden.
Ich knie auf einem Stein am Weiher, 
der ziemlich verschlammt aussieht:




Plötzlich springt etwas neben mir mit einem lauten Plumps ins Wasser,
lässt sich auf den Grund sinken und wartet ruhig,
bis das Bild im Kästchen ist...


PS. Passend und wie bestellt - dieser Beitrag heute bei Quersatzein!







Angelockt!

15.08.2017


Etwas argwöhnisch schien er uns zu beobachten:
Der Erpel im Tierpark auf Skansen.




Dann gab er jegliche Distanziertheit auf und watschelte näher.
Nicht wir interessierten ihn.
Der wahre Grund war ein anderer:
Hausmann Hannas handgestrickte Sommersocken! ;)



Vielfältig anwendbar

13.08.2017


Im Moment habe ich es mit dem Wort 'sanft'.
Weil es so vielfältig einsetz- und anwendbar ist.
Etwa beim Wind, der nur schwach spürbar ist.
Einem zurückhaltenden Menschen, der sich diskret im Hintergrund aufhält.
Einem Berg, der nichts Schroffes und Steiles an sich hat.
Einem Tag, der friedlich und ruhig verläuft.
Oder diesem Blick aus 'lamm'frommen Augen...





Seligkeiten

10.08.2017





Weshalb konnte man nicht das ganze Leben hindurch die Fähigkeit bewahren,
Erde und Gras und rauschenden Regen und Sternenhimmel als Seligkeiten zu erleben?


Astrid Lindgren, 1907 - 2002 

aus 'Ferien auf Saltkrokan'


Astrid Lindgren-Skulptur im Tegnérlunden in Stockholm

PS. Nicht nur 'Warumfragen' - auch 'Weshalbnichtfragen' sind oft schwierig zu beantworten...
PPS. Meint Hausfrau Hanna und freut sich heute über den rauschenden Regen.
PPPS. Einfach so! 



Vom Träumen oder etwas ganz Anderem...

09.08.2017




In der Küche hängt ein Wochenkalender.
Mit schönen Bildern, Zitaten und Sprüchen.
Nun sind Zitate so eine Sache.
Oft haben sie etwas 'gut Gemeintes'.
Was mir gegen den Strich geht.
Seit gestern - ich bin wieder in der Stadt - habe ich für den Rest der Woche
dieses Zitat vor Augen:





PS. Beim ersten Teil des Zitats dachte ich: "Naja!"
PPS. Aber die Pointe fand ich originell.
PPPS. Die merke ich mir ;)

Zum Freuen schön!

08.08.2017


Gestern.
Ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch.
Sonnig und warm, aber nicht schwülheiss.
Das Wandern war eine einzige grosse Freude.
Als hinten am Horizont die Schneeberge sichtbar wurden,
(ich glaubte, Eiger, Mönch und Jungfrau zu erkennen)
stiess ich einen lauten Freudenjauchzer aus.
Und als mein Blick beim Überqueren einer Wiese 
auf eine kleine, krokusähnliche Blume fiel,
befreite sich ein weiterer Jauchzer aus der Tiefe:
"Die erste Herbstzeitlose! Wie schön!"

Ein bisschen wie in Bullerbü...

06.08.2017


Das Buch über Astrid Lindgren ist zu Ende gelesen.
Es war ein intensives Lesen. Satz für Satz, Seite für Seite.
Ich liess mich einzig von einem Gartenrotschwänzchenpaar ablenken, das sich auf den Scheunendächern herumtrieb und dabei schäkernde Rufe ausstiess.
Pausen sind nötig und wichtig! Auch beim Lesen... ;)

Beim Stöbern in bereits veröffentlichten Blogbeiträgen habe ich vorhin einen Beitrag über Astrid Lindgren entdeckt: Hier!



Astrid Lindgren (S. 156):
"Steht etwa in Moses' Gesetz geschrieben, dass es alten Weibern verboten ist, auf Bäume zu klettern?" 


Im Sommergarten

05.08.2017


Gestern
(das muss hier festgehalten sein)
jammerte ich k e i n einziges Mal!
Zwar war es immer noch schwül, aber längst nicht mehr so heiss. 
Die Katze, die am Vortag dösend unter dem Vogelbeerbaum lag,
hatte sich im Sommergarten ein grünes Laubenplätzchen ausgesucht. 
Aber sie sass!




Und ich sass unter dem Holunderbaum.
Mit diesem wundervollen, neuen Buch:



S.21
'Alles badet in warmem, sonnengelbem Licht. Dies ist keine Nostalgie, sondern bedeutet für Astrid Lindgren gegenwärtige Wirklichkeit, eine starke, lebendige Quelle, aus der sie jeden Tag Kraft für ihr Leben und Freude an der Dichtung schöpft.'
(...)

Margareta Strömstedt: Astrid Lindgren 'Ein Lebensbild', 3.Auflage 2015


Kassandras Klage...

04.08.2017


Heute 
mag ich sogar jammern. 
Gestern war es mir viel zu heiss dafür.
Diese feuchtschwüle Hitze laugte aus und lähmte.
Selbst die Katzen, die sich an andern Tagen
als wendige Jägerinnen durch den Garten bewegten, 
(immer auf dem Sprung nach einer Libelle)
lagen dösend im Schatten des Vogelbeerbaums.
Sommermüde. Sonnenmatt.
Nicht nur sie.
Ich auch...

Kassandra, Skulptur von Carl Milles/Millesgården Stockholm






Langweiliger Rückblick

03.08.2017


Viel war nicht los am Abend des 1.August.
Die ländliche Stille wurde höchstens viermal  unterbrochen:
Raketenknaller von weit her, die mich nicht störten.
Am lautesten war eh das Bächlein mit seinem steten Geplauder.
Oder der Korken, der aus der Rotweinflasche sprang...




Das Stück Fleisch vom Dorfmetzger teilten wir uns ehr- und redlich.
Es schmeckte gut zum Salat und dem Knusperfladen.

Landidylle... ;)





1.August

01.08.2017



Heute ist der 1. August - 
ein schwülheisser Tag.
Mir fällt nichts ein, was ich schreiben könnte.
Glücklicherweise habe ich vorhin bei den Entwürfen ein Bild gefunden.
Ich habe es im Frühling auf einer Brücke geknipst, 
die Deutschland mit der Schweiz verbindet.
Es passt doch gut zum heutigen 
Schweizer Nationalfeiertag!




PS. Ich schicke liebe Grüsse über die Grenze.
PPS. Und wünsche allen in der Schweiz einen frohen Feiertag.
PPPS. Das Fleisch ist mariniert und bereit für den Grill am Abend.
PPPPS. Ich gehe jetzt lesen... ;)


Im Flow... .. . . .

31.07.2017






Das Malen trägt mich
nicht immer in die Herzen
der Menschen, die meine Bilder
sehen - wohl aber schenkt es mir
ohne Verdienst den Zustand
des Ufer- und Uhr- losen.


Eugen Bollin, 1939, aus 'REIFUNG' - Texte und Zeichnungen, 2002
Benediktinerpater im Kloster Engelberg, Lehrer für bildnerisches Gestalten und Kunsterziehung.



Mina Carlson-Bredberg, 1857 - 1943, Selbstporträt


PS. Ich kann weder malen noch zeichnen.
PPS. Aber auch beim Singen, Tanzen, Schreiben (etc.) kann man in diesen schwebenden, glücklich machenden Zustand gelangen... :)


Jurahügelwanderung

30.07.2017



Gestern eine Wanderung über die Jurahügel meiner Kindheit.
Die Gegend ist wunderschön und hat etwas Sanftes.
Als Kinder maulten wir oft, wenn wir mit den Eltern wandern mussten -
'tschumpeln', wie wir es abschätzig nannten... 



Lamas haben die Kühe ersetzt auf der Weide...



Und rote Äpfelchen lassen bereits den Herbst ahnen...



Vorsicht ist gut ...

28.07.2017



... aber manchmal kann man auch übervorsichtig sein ;)



PS. Ob zuhause oder unterwegs: Ich wünsche heute allen genau die richtige Dosis Vorsicht, Umsicht und Rücksicht! Hausfrau Hanna

Was oben ist, das ist auch unten...

26.07.2017


"U weme luegt
iz stille Wasser.
Gseht me dr Himmu
gspieglet drinn.
U aus wo oben isch,
das isch ou unge.
Und alles überchunnt si Sinn..."

Polo Hofer, 16.März 1945 - 22.Juli 2017
Schweizer Musiker und Poet





Als Bub bekam er in der Pfadi den Namen 'Polo',
(weil die Schaufenster des elterlichen Modegeschäftes voller Polohemden waren).
Diesen Name behielt er auch als Musiker.
Er reichte,  und alle in der Schweiz wussten, wer gemeint war:
Polo Hofer!
Ich liebte seine Lieder,
die auf direktem Weg ins Herz gingen.
Ich mochte seine etwas schräge und leutselige Art
und die leise Melancholie, die mitschwang.
Polo begleitete uns von anfangs der Siebzigerjahre.
Bis heute.
Am Samstag ist Polo gestorben.




"Und wenn man 
ins stille Wasser schaut.
Sieht man den Himmel
gespiegelt darin.
Und alles, was oben ist, 
das ist auch unten.
Und alles bekommt seinen Sinn..."



Danke, Polo,
Danke aus tiefstem Herzen!
Für deine Lieder:
Kiosk.
Teddybär.
Alperose.
D'Rosmarie und ig.
Und alle andern.

Momentane Stimmung

25.07.2017


Der Himmel sieht heute bewegt aus.
Ich mag diesen Himmel.
Es wird heute auch regnen -
und das stimmt mich froh.
Gestern bin ich richtig zusammengezuckt, 
als ich unten in der Stadt neben mir eine Frau sagen hörte:
"Äs s..cht scho wieder!"


PS. Damit das geklärt ist: Ich mag auch warme Sommertage, die sich wie ein leichtes Kleid an den Körper schmiegen - aber ich mag Hitze nicht!

Dieser sanfte Regen!

24.07.2017


Im Hochsommer lese ich viel.
Das hat damit zu tun, dass ich mich an Hitzetagen in der Zeitlosigkeit der Land'idylle' aufhalte.
Frühmorgens, wenn der Hahn im benachbarten Gehege kräht, setze ich mich hellwach mit einem Buch unter den Holunderbaum und beginne zu lesen. 
Manchmal ein kurzes Abschweifen. Der Blick geht hoch zum Himmel und folgt den Mauerseglern und den Mäusebussarden.
Am Nachmittag, die Sonne ist unterdessen weitergewandert, ziehe ich um ans kleine Bächlein, das mit seinem sanften Plaudern etwas Einlullendes und Einschläferndes hat.
Gestern morgen in aller Herrgottsfrühe las ich jedoch nicht weiter.
Das Buch blieb aufgeschlagen neben dem Bett zurück.
Ich fuhr zurück in die Stadt.
Denn eine Kaltfront brachte den ersehnten Regen.
Endlich!
Und Abkühlung.
Endlich...




PS. Das Buch wartet bis zur nächsten Hitzewelle, die kommen wird.
PPS. Im Moment sitze ich bei weit geöffneter Balkontüre am Laptop und lausche dem sanften Regen, der auf den grossen Ahorn im Hinterhof fällt... :)

Gedicht im Dialog

21.07.2017



 Wie sanft der Abend
die hohen Bäume fällt
wie sanft die Stille mächtig wird
wie sanft die Zeit ins Zeitlose treibt
wie sanft die Kühle
zu reden beginnt mit mir


Werner Lutz

Strindbergstatue von Carl Eldh im Tegnérlundenpark in Stockholm




Werner Lutz, 1930 - 2016, Schweizer Lyriker 
aus 'Die Ebenen meiner Tage' Gedichte im Dialog, Waldgut 2015




Zwischen zwei Haltestellen (100)

18.07.2017


Heute morgen im Regiozug hinaus aufs Land.
Zwei Jungs steigen ein und unterhalten sich gutgelaunt.
Die Worte fliegen, von reichhaltiger Mimik und Gestik begleitet, hin und her.
Dass sie sich gegenseitig "Alter" nennen, ist nichts Unbekanntes für mich.
Dann jedoch höre ich einen völlig neuen Jungsausdruck.
Sagt doch der eine zum andern -
und seine Stimme tönt dabei ganz liebevoll:
"Du Popelnascher!"

Schwedische Jugendliche 'zwischen zwei Haltestellen' auf der Stockholmfähre ;)


Raum der Sehnsucht...

17.07.2017


Sommer.
Ich pendle zwischen hier und dort -
zwischen der Stadt und dem Rückzugsort auf dem Lande.
Und wünsche einen guten Start in die neue Woche,
Hausfrau Hanna






(...)

'Der Tag war mein und die Nacht.
Mit allen Bäumen, die die Sterne fingen.
Ich lag auf dem Felsen, der von der Sonne erwärmt wurde.
Es war Sommer.
Und unter dem Dach wohnten Schwalben,
die mich lehrten, durch Mauern zu fliegen.
All das, was mir Heimat war, 
ist nun hier im Raum des Sehnens...'


(Übersetzungsversuch Hausfrau Hanna)

Stockholmgeschichten: Das Regenbogenheftli!

14.07.2017


In Schweden
 (und das ist ein markanter Unterschied zu hier)
 wird praktisch alles, auch der winzigste Betrag, mit Karte bezahlt.
 Papiergeld sieht man selten bis nie im Umlauf.
Dabei sind die neuen Geldscheine sehr schön gestaltet.
Auf dem 20-Kronenschein etwa ist Astrid Lindgren abgebildet.
Auf dem 50-Kronenschein Evert Taube, der Troubadour.
Meinen letzten Fünfziger habe ich übrigens kurz vor Abflug
am Flughafenkiosk ausgegeben.
Für eine dieser bunten, glänzenden Frauenzeitschriften.
Damtidning auf Schwedisch.
49 Kronen hat sie gekostet.
Umgerechnet knapp sechs Franken.
Die eine Krone habe ich der Kassierin grosszügig zurückgereicht... ;)


PS. Ich bin jetzt stolze Besitzerin und Guckerin von 100 bunten Seiten über die Kronprinzessin.
PPS. Sie feiert übrigens genau heute ihren 40.Geburtstag!
PPPS. Hausfrau Hanna schickt ein herzliches 'Grattis på födelsedagen, kronprinsessan Victoria'!

Stockholmgeschichten: Das Haiku!

12.07.2017


Oben in Södermalm gibt es eine Kirche, die ich unglaublich schön finde:
Die Katarinakyrka.
Es ist der 19.Juni, ein Montag, bei unserem Besuch.
Der Zufall will es, dass ausgerechnet an diesem Tag
Anna Lindh
(die schwedische Aussenministerin, die 2003 ermordet worden ist)
ihren 60.Geburtstag hätte feiern können.
An ihrem Grab rote Rosen -
Blumen der Liebe...



Anstatt auf dem direkten Weg den Friedhof zu verlassen,
machen wir einen kleinen Umweg.
Und wieder spielt der Zufall mit!
Plötzlich stehen wir vor einem schlichten Grab.
Ein paar Blumen.
Auf dem Grabstein der eingemeisselte Name
Tomas Tranströmer -
einer der grössten schwedischen Lyriker und Literaturnobelpreisträger 2011:



Seitlich neben dem Grab 
steht eine kleine Sitzbank aus Stein.
Mit Platz für eine einzige Person. 
Ich setze mich darauf.
Und lese das Haiku zu meinen Füssen:


'Grosser und langsamer Wind
aus der Meeresbibliothek.  
Hier darf ich ruhen.'

(Übersetzungsversuch von Hausfrau Hanna)




PS. Ich sitze da, und die Tränen fliessen.
PPS. Så  många känslor...

Stockholmgeschichten: Der Kunstgarten!

09.07.2017


Ein sehr schöner Ort, der etwas ausserhalb von Stockholm liegt, ist der Millesgården.
Carl Milles war ein bekannter und anerkannter Bildhauer, der Aufträge in ganz Europa bekam.
Er muss sehr reich geworden sein und schaffte sich mit diesem Park und dem Wohnhaus ein Paradies.
Beim Flanieren durch den Park,  beim Betrachten der vielen Skulpturen, beim Verweilen und über die Ostsee Schauen, stellte sich eine grosse Ruhe - und damit auch Glück ein...



Zwei Tänzerinnen...



Erinnerungsbild für Zuhause...



Skulpturen in Bewegungen über dem Wasser -
und auch die Kleine neben dem Wasserbecken  hatte 'spring i benen' ...;)


Stockholmgeschichten: Rosa Kunst!

08.07.2017


Heute ist der 8.Juli:
Und bereits stecken wir mitten drin in der dritten Hitzewelle des Sommers!
Die erste rollte schon Ende Mai an.
Während der zweiten (und das war ein glücklicher Zufall)
waren wir in Schweden.
Jetzt also die dritte...
Ich mache mir Gedanken und Sorgen.
Und beneide alle, die dieses heisse, regenfreie Sommerwetter geniessen können,
ohne sich auch nur den geringsten Gedanken zu machen.
Im modernen Museum in Stockholm stand ich vor einer Installation,
deren Effekt ich zwar hübsch fand,
deren Sinn sich mir jedoch nicht ganz erschloss:


Installation Moderna Museet Stockholm


PS. Erst jetzt!
PPS. Ich wünschte mir nämlich genau diese sanfte, kühle, gleichmässige Bewindung.
PPPS. Ich wäre gern das rosa Tuch...

Basler Dybli... .. . . . .

06.07.2017


Gestern Morgen.
Am Bahnhof steige ich aus dem Tram und überquere den Platz.
Erst sehe ich nur die zahlreichen Tauben,
die geschäftig das eigens für sie hingelegte und 
  in  'mund'gerechte Stücke geschnittene, trockene Brot aufpicken.
Dann fällt mein Blick auf diese grosse Tafel...


"Tierschutz heisst Tauben nicht füttern"






Stockholmgeschichten: Die Autokennzeichen!

05.07.2017


Nach den beiden nostalgischen Beiträgen gestern und vorgestern,
muss heute etwas Aktuelles her!
Dieser parkierte Porsche Carrera etwa mit einem sehr persönlichen Kennzeichen.
Der Besitzer zeigt der bewundernden Mitwelt,
dass er sich seinen Klasseschlitten hart erarbeitet hat.
Bedeutet JOBBAR doch: "Ich schufte!"




Und gleich noch ein Beispiel eines auch nicht eben billigen Familien-BMW's... ;)



PS. Ich hätte weder den Autos noch den exklusiven Autokennzeichen Beachtung geschenkt.
PPS. Hausmann Hanna hatte das Auge dafür... ;)

PPPS. Zhd. Frau Wildgans! So sieht der Porsche von vorne aus:

  

Stockholmgeschichten: Das Schlosstheater!

04.07.2017


Ein spontaner Entschluss. 
Und schon waren wir mit dabei an einer Führung durch das älteste, noch bespielte Theater der Welt:




Nina, die uns durch die Räume führte, war ein Sprühfeuer an Begeisterung, an Empathie und Wissen.
Wir wurden hineingezogen in eine vergangene Welt der Theaterkunst, die heute, 250 Jahre später, immer noch genauso funktioniert.
Das meiste im 'Interiör' war aus Papier maché und Gips. Der Marmor gemalt.
Alles sah täuschend echt aus. 
Vorne im vierhundertplätzigen Theatersaal standen isoliert zwei rote Sessel.
Für den König und die Königin.
"Von allen Seiten sichtbar und wie ausgestellt", ging es mir durch den Kopf, "dafür müssen sie sich nie um Tickets bemühen."
Die Kulissen werden noch von Hand verschoben.
Und blitzt, donnert und stürmt es in einer Aufführung, wird an entsprechende Maschinen gekurbelt, geschüttelt und gedreht.

Hier eine kleine Kostprobe:



Stockholmer Geschichten: Das Schloss!

03.07.2017


Drottningholm: 'Inselchen der Königin'!
Vom Anlegeplatz beim Stockholmer Rathaus dauerte die Fahrt mit dem Schiff 
 über den Mälarensee eine knappe Stunde.



Die zum Besuch frei gegebenen Räume des Schlosses waren...  
...naja!
(Ich hätte da nicht wohnen wollen)
Den chinesischen Touristen schien es jedoch zu gefallen.




PS. Und eine Schweizer Touristin knipste streng diskret  das schwedische Königspaar...;)

Stockholmgeschichten: Der Liedermacher!

02.07.2017


Schweden und seine Musik!
Seit ich zuhause bin, höre ich fast ununterbrochen die vier neuen CD's an, die ich im glücklicherweise  noch existierenden Plattenladen an der Drottninggatan gekauft habe.
Einer der grössten Poeten und Liedermacher Schwedens ist Evert Taube.
(Was 'Toob' und nicht etwa 'Taube' ausgesprochen wird)
Evert Taube ist auch heute noch sehr bekannt und beliebt, und seine Lieder sind Allgemeingut.
Der Berner Troubadour Fritz Widmer hat übrigens eines seiner Lieder übersetzt. 
Und so wurde aus dem schwedischen "Pappa kom hem" ein Berndeutsches "Vati chumm hei"...

Hier sitzt der fröhliche Trubadur!
Und lädt alle in die schönste Hauptstadt der Welt ein.
Der Tourist mit der Kamera hat sich, von mir völlig unbemerkt, ins Bild hineingedrängt...




Auf einem der Plätze in der Altstadt, der Gamla stan, steht er nochmals.
Er zieht verschmitzt seine Sonnenbrille hoch ...



... und stellt sich geduldig und freundlich den Touristinnen und Touristen als Partner für ein Erinnerungsbild zur Verfügung :)


PS. Ich gebe es zu, ich habe mich auch neben ihn  gestellt.
PPS. Streng diskret natürlich... ;)




Stockholmgeschichten: Die Wiederholung!

01.07.2017


An einem Abend in der Stockholmer Innenstadt in einem Restaurant.
Hausmann Hanna und ich haben bestellt und warten aufs Essen.
Ein Paar, beide um die 50, setzt sich an den Nebentisch. Wir kommen ins Gespräch.
Die beiden sympathischen Norddeutschen aus der Lüneburger Heide sind auf ihren Motorrädern unterwegs durch Schweden und geraten ins Schwärmen über das Land und die Natur.
Als sie hören, dass wir immer wieder nach Schweden und nach Stockholm verreisen, meint die Frau etwas erstaunt: "Schweden haben wir jetzt gesehen! Es gibt noch so viele andere schöne Orte und so viel Neues und Unbekanntes zu entdecken."
Eine andere Sicht zwar, aber ich kann sie verstehen.
Auch wenn ich persönlich gern an vertraute, bekannte Orte zurückkehre.
Weil sie immer wieder anders aussehen und ihr Gesicht verändern...


Frauenbüste im Museum auf Waldemarsudde, Juni 2017


Und die gleiche Büste vor fünf Jahren, Juni 2012 :)









Stockholmgeschichten: Die Stimmungsschaffer!

30.06.2017


Was auffällt in schwedischen Wohnungen:
Überall stehen Kerzenständer,
 und es hat sehr viele Lampen in den Räumen.
In unserem Wohnzimmer zählte ich deren acht.
 Stimmungsaufheller und -schaffer während der langen, dunkeln Winter.
Und immer sind da auch Pflanzen und Blumen.
Liebevoll angeordnet.
Auch im Museum unter der Kunst...

Stockholmgeschichten: Die Türe!

29.06.2017


Eine der Vorstellungen, die man von Schweden hat:
Alle wohnen in solch schmucken, faluroten Holzhäuschen in idyllischer Landschaft.
Mit netten Gardinen und unzähligen Pflanzen und Blumen hinter den Fensterscheiben:



Richtig ist jedoch, dass viele der knapp neun Millionen Schweden in Wohnblöcken wohnen, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren gebaut worden sind.

Auch wir wohnten in einer Wohnung einer solchen Überbauung in einem der südlichen Vororte Stockholms.
Am ersten Abend hatten wir abgemacht mit der Wohnungsbesitzerin für die Schlüsselübergabe.
Den Code für den Haupteingang des Hauses hatte ich auf einem Zettel notiert.
Ich gab die vierstellige Zahl ein und stiess die Türe auf.
Nichts passierte.
Ich gab den Code nochmals ein und drückte bestimmter gegen den Türknauf.
Wieder passierte nichts.
Ein dritter und letzter Versuch war ebenfalls erfolglos.
Leicht gestresst griff ich zum Natel und gab Elisabeths Telefonnummer ein.
Sie nahm sofort ab.
"Hej!" sagte ich, "vi är här och står framför dörren. Men vi kommer inte inne i huset!"
(Das versteht man, oder?)
Elisabeth war in Windeseile unten und öffnete die Türe.
Nach der Begrüssungsumarmung zeigte sie mir, wie schwedische Türen funktionieren.
Ich hatte völlig vergessen, dass diese nach aussen und nicht nach innen aufgehen, wie wir das in der Schweiz gewohnt sind.


PS. Andere Länder - andere Sitten...  ;)