Schwatz mit Herz

27.04.2015



Nach einem angeregten Austausch ( oder einem 'SchwätzchenmitKaffee' - wie wir es unter Freundinnen feinironisch nennen)  kommt es schon mal vor, dass eine solche Mail zurück klingelt:



Liebe Hausfrau Hanna

danke für Deine Post. 
Du sagst es, im Nu waren zwei Stunden vergangen und die Welt dank uns verbessert! 
Oder aber auch nicht...
Wie dem auch sei: Mir hat es gefallen und gut getan.

Mit herzlichem Gruss von mir zu dir,
A.





Musik macht alles!

25.04.2015



"Kannst du Csárdás?"
"Ich habe keine Ahnung, wie man das macht!"
"Musst gar nix. Stell dich hin, alles Andere macht Musik, komm!"


So einfach geht das. Und so scheen ist das...
Meint Hausfrau Hanna und wünscht allerseits ein Wochenende mit Salz, Pfeffer, Paprika und feuriger Musik:

Stadtbummel mit Emil!

24.04.2015


Endlich!
Heute Abend wird im SWR die Sendung' mit Emil ausgestrahlt.
Um 20.15 Uhr.
Als Einstimmung überfliegt man am besten noch den Blogbeitrag hier.
Und dann wünsche ich allerseits viel Vergnügen heute Abend beim Unterwegssein, Flanieren und Bummeln durch meine Stadt...:)




PS. Auch wenn im Begleittext aus unserem Tierpark, den wir 'Zolli' nennen, ein 'Zooli'  geworden ist...;)

Die schönsten drei Worte

23.04.2015


Christine Busta?
Sie war mir kein Begriff.
Bis ich in der vorletzten Adventszeit eines ihrer Gedichte las, das mir eine befreundete Frau zusammen mit einer Weihnachtskarte geschickt hatte.
Damit war die Spur hin zu ihr gelegt.

Heute vor hundert Jahren wurde sie in Wien geboren.




Jà tě miluji

Du hast es mir vorgesagt
ich hab es dir nachgesprochen.
Ich sprech es nicht mehr nur nach.

Jà tě miluji. Ist das noch Sprache,
ist es nicht schon Musik? Ein Lied,
das man nicht zu übersetzen 
         braucht? 

Wir singen es jetzt beide zugleich.
Auch wenn ich allein bin,
         sing ich's dir zu,
sooft ich denke an dich.

Ich singe und hör es wie jemand,
der in seinem verwachsnen 
         Gedächtnis -
nach vielen Jahren in der Fremde -
einen einzigen Satz
seiner vergessenen Muttersprache
wiederfindet und in ihm
die ganze verlorene Heimat birgt.

Christine Busta
geb. 23. April 1915 in Wien, 
gest. 3. Dezember 1987 in Wien

'Inmitten aller Vergänglichkeit. Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg/Wien 1985'












Schaut! Hier...

22.04.2015



Kein flüchtiges Bodypainting.
Sondern ein Tattoo für die Ewigkeit.
Dennoch.
Ein T-Shirt an der prallen Frühlingssonne schützt die Haut besser...





Vom Lehnstuhl aus

21.04.2015


So kommt es, wenn enkel eine gute Idee hat.
Ich mag dieses Gedicht!
Sehr :)




Der Enkel hat Oma,
die fast immer im Lehnstuhl sass
und kaum mehr ausging,
ein Handy geschenkt
und wunderte sich,
dass sie anfing, täglich anzurufen:
Aus dem Stadtpark, vom Flussdamm,
vom Postamt, aus der fahrenden Tram,
von der Schalterhalle einer Bank
und einmal sogar von der Theke einer Bar.
“Wieder mal Glück gehabt”, sagte der Enkel,
und es gab ihm zu denken,
dass ihm vorher alle geraten hatten,
ihr einen Fussschemel zu schenken.


Hans Manz, 1931 

schreibt Sprachspielbücher, Erzählungen, Märchen, Kindergedichte und Romane für Kinder und Erwachsene. Zuletzt erschien “Die Welt der Wörter. Sprachbuch für Kinder und Neugierige” (Beltz & Gelberg 2003).


Zwischen zwei Haltestellen (74)

20.04.2015


Gestern Sonntag. Das Wetter ein einziges Strahlen.
Wanderwetter!
Ich steige in den Bus ein, der aufs Land hinaus fährt und setze mich ans Fenster.
Genau noch rechtzeitig.
Denn hinter mir strömen die Leute herein. Und strömen und strömen.
Es will nicht mehr aufhören.
Alle sind sportlich in Wanderschuhe und Windjacken gekleidet und von dieser guten Laune, der sich niemand entziehen kann.
Man steht dicht an dicht.
Ich bin froh um meinen Sitzplatz.
Mir gegenüber sitzt ein Vater mit seinen drei Kindern, den Kleinsten nimmt er auf seinen Schoss. Das etwa vierjährige Zwillingspärchen, ein Bub und ein Mädchen, teilt sich den Sitz daneben.
Wach, munter und pfiffig sehen sie aus und unterhalten sich in einer eigenen Sprache.
Ich höre fasziniert zu und muss einen Moment lang überlegen, was der Bub wohl damit meint:
"Dr Papi und s'Mami vo mir und vo dir..."
Als sich das Postauto die Strasse hochschraubt und im Waldabschnitt in die Kurven liegt, fabulieren und fantasieren die zwei die haarsträubendsten Absturzgeschichten.
Es ist übrigens das einzige Mal, dass der Vater sich mit einem kurzen "Erzählt keinen solchen Hafenkäse!" einmischt.
Nun, das hindert die beiden keineswegs daran, weiter zu plaudern, bis sie aussteigen müssen.
Zusammen mit allen andern Fahrgästen.
Der Bus leert sich. Schlagartig wird es ruhig.
Wir sind nur noch zu dritt.