Sommermorgenmomente

23.07.2014


Diese stillen Momente am frühen Morgen,
so durchsichtig wie Libellenflügel im Sonnenlicht.
Im kleinen Teich blühte die erste Seerose. 
Wolken spiegelten sich im Wasser.
Fülle, die mich ganz genügsam machte.
Zufrieden und staunend zugleich.






Ein Leben lang...

22.07.2014


Da hängt er am Kachelofen in der Landidylle!
Der Uralttopflappen, den ich damals mit 9 in der Handi stricken musste.
Ein paar Maschen der blauen Häkelumrandung haben sich gelöst. Und etwas ausgebleicht ist er vom vielen Waschen. Aber sonst sieht er noch tipptopp aus:



PS. Damals legte man noch Wert auf Qualität. Denn Garn, Wolle, Stoff mussten ein Leben lang halten...

Eine Frau, die zuviel Platz hat und auf die Werbung hört...

21.07.2014


Ich bin zwar wieder in der Stadt.
Aber noch nicht ganz angekommen. Irgendwie fehlen mir Pfupf und Energie.
Vorhin habe ich etwas im Bücherregal herumgewischt und das bisschen Staub aufgenommen.
Dann habe ich im blauen Lyrikbändchen aus Island zu blättern begonnen.
Auf Seite 165 dann ein Gedicht, das mich derart erheitert hat, dass ich wie nicht anders kann und mir nun die ganze Zeit die Situation mit den Männern und den Sofas bildlich vorstelle...



Eine Frau, die auf die Werbung hörte

Die Frau, die sich für nichts als Werbung interessierte, hatte
neun Sofas, aber nur einen Mann, und auch der sah aus, als
wäre er der Werbung entsprungen; er passte derart gut auf
das eine Sofa, dass sie sich acht weitere Männer anschaffte,
nur fiel es ihr dann schwer zu entscheiden, wer auf welches 
Sofa passte.

Elìsabet Kristìn Jökulsdòttir, 1958 in Reykjavik geboren 
aus Isländische Lyrik/Insel Verlag Berlin 2011




BE YOU!

19.07.2014


Ach, immer diese aufmunternden Imperative, wie man sein soll...!



Wie ein Sommerwind...

18.07.2014


Gestern kam sie. Die neue Hitzewelle.
Ich surfte auf ihr weg. Hinaus aufs Land in meine Sommeridylle mit dem Plauderbächlein im Garten.
Und neu auch mit Internetanschluss in der Stube :)
Deshalb kann ich auch eine leise, kühle Brise hier lassen:





Som en sommarvind smeker du min kind 
Och du fyller mitt sinne 
Berusad är själen av välbehag
Dina kyssar förvandlar min slutna gestalt 

Till ett skimrande, vidöppet hav. 

Wie eine Sommerbrise umschmeichelst du meine Wange
Und füllst meine Sinne
Die Seele ist trunken vor Wohlbehagen
Deine Küsse verwandeln meine verschlossene Art
In ein schimmerndes, weites Meer.


Musik: Leif Göras, Text: Åsa Jinder, Übersetzungsversuch: Hausfrau Hanna

Fantasieankurbelndes

17.07.2014


Gestern war ich noch Bücher kaufen.
In einem der Schaufenster meiner Lieblingsbuchhandlung hing ein Plakat mit Sätzen, die etwas ungemein Anregendes hatten. Ich hatte das Fotoapparätchen nicht mit dabei (kommt hin und wieder vor...) und so muss ich jetzt die Erinnerung bemühen. Diese paar Sätzlein sind haften geblieben.
Ich hoffe, mein Gedächtnis spielt mir dabei keinen Streich:



Eine Tasche ohne Bücher ist...

   wie Yin ohne Yang
   wie Tag ohne Nacht
   wie heute ohne gestern
...
...
...
...

 wie Hausfrau Hanna ohne Blog...


PS. ...ist das, was mir dazu eingefallen ist ;)



Sommerduftendes!

16.07.2014



Jede Blüte
sinkt nieder. -
Doch es bleibt ihr Duft.

aus Japan




PS. Ich sitze bei weit geöffneten Fenstern im Wohnzimmer.
Ein leichter Geruch nach Benzin und Abgasen dringt herein.
Die Stadtreinigungsequipe saugte soeben mit drei Sommerlaubbläsern die Trottoirs von einzelnen Blättern und Zigarettenkippen frei, und ein im Schritttempo vorbeifahrender Lastwagen nahm die Altpapierbündel mit.

PPS. Und für mich ist es an der Zeit,  die Fenster zu schliessen!