Grossstadteindrücke (3)

29.03.2017


"Tschingg" -
auf der Tafel oberhalb des Lokaleingangs steht tatsächlich "Tschingg"!
Ich bin etwas irritiert...


Damals in den Sechziger- und Siebzigerjahren war das nämlich der Name,
den wir Schweizer den italienischen Gastarbeitern gaben.
Die ersten, die kamen, lebten unter sich in Baracken.
Und spielten in der Freizeit Karten.
Dabei sollen sie oft die Zahl "Cinque! Cinque!" gerufen haben.
Die sprachunkundigen Deutschschweizer hörten ein "Tschingge! Tschingge!"
Und daraus entstand dann der Schimpfname 'Tschingg'.

Die Zeiten haben sich geändert: 
Heute heisst ein italienisches Lokal im Zürcher Oberdorf so.
Und auf der Homepage lese ich:
"Wir sind eine Handvoll Tschinggen und bringen
jahrzehntelange Erfahrung und Italianità mit."



Grossstadteindrücke (2)

28.03.2017


Unten in der Kirchgasse,
just bevor wir ins Oberdorf einbogen,
gab es ein Restaurant namens 'Karl der Grosse'.
Leider hatten wir bereits zu Mittag gegessen und waren satt.
Die einfachen Holztische draussen auf dem Kopfsteinpflaster
machten jedoch einen gemütlichen, einladenden Eindruck.
Der Aufforderung Karl, an die Bar! folgten wir  nicht.
Deshalb leider nur dieses eine Bild
von draussen:



PS. Ebenfalls fein und erfrischend kurz gehalten die Tageskarte mit den Menus: 

Montag: Curry
Dienstag: Innereien
Mittwoch: Gehacktes
Donnerstag: Geschmortes
Freitag: Fisch
Samstag: Paniertes


JJJ

Grossstadteindrücke (1)

27.03.2017


Am Samstag war ich wieder einmal in Zürich.
Oder Zureich - wie es in der Zeit der Jugendkrawalle und Häuserbesetzungen provokativ genannt wurde. Und genauso bei der Einfahrt mit dem Zug in den Hauptbahnhof auf einem grossen Schild zu lesen war...
Zürich Jahre später. 
Ein Tag mit vielen spontanen Begegnungen und spannenden Eindrücken.
Besonders dann, wenn der Blick in einer Altstadtgasse nach oben schweifte und an einer Fassade hängen blieb:



Solche Tafeln üben auf mich einen ganz besonderen Reiz aus:
Gottfried Keller, einer der wichtigen Schweizer Dichter und Autoren, verlebte hier seine langen Jugendjahre.
'Kleider machen Leute', 'Romeo und Julia auf dem Dorfe' und 'Der grüne Heinrich' gehörten zu unserem obligatorischen Schullesestoff. Und wahrscheinlich ist das bis heute so...



Den Klingelknopf habe ich nicht gedrückt.
Schade eigentlich...


Schlagerphilosophisches damals...

24.03.2017


Ich erinnere mich,
wie wir als 11-jährige Mädchen
unserem Lehrer einmal schrecklich auf die Nerven gingen.
Auf einer Wanderung hatten wir es kreuzfidel und hängten einander ein.
Dazu schmetterten wir ein ums andere Mal den immer gleichen Nummer 1 Hit:
"Liebeskummer lohnt sich nicht my Darling, schade um die Tränen in der Nacht!"
Schlager seien oberflächlich und dumm, meinte der von uns bewunderte Lehrer.
Und dieser Text sei ganz besonders dumm und stimme so überhaupt nicht:
Liebeskummer gehöre zum Erwachsenwerden und sei ganz wichtig.
Wir schämten uns ziemlich und hörten auf zu singen,
so sehr nahmen wir uns seine Worte zu Herzen.
Und das, obwohl wir sie nicht
in aller Konsequenz
verstanden hatten...





PS. Siw Malmkvist, die muntere Schlagersängerin, stammte übrigens aus Schweden.



Die fehlende Farbe

22.03.2017



PS. Irgendwie fehlte mir bei den Frühlingsfarben noch die Farbe lila...

!!!
Kartenmotiv im Museumsladen des Tinguelymuseums

Frühlingsfarben (8)

20.03.2017


Heute die achte und letzte Frühlingsfarbe:
Smaragdgrün!
Wie die Farbe des Rheins.
Der im Moment einem fliessenden Edelstein ähnelt...



Frühlingsfarben (7)

19.03.2017


Was haben Nilpferde eigentlich für eine Farbe?



Frage ich mich und mache ein Bild des selig im warmen Sandbett dösenden Flusspferdbullens Wilhelm:



PS. Mein Vorschlag: Graurosa!

PPS. Einen rhylaxten (so heisst das seit Kurzem hier am Rhein...) Sonntag wünsche ich allen hier Lesenden!
Hausfrau Hanna